Das zerstörte Menschenleben, von dem César Franck mit seiner kraftstrotzenden Opernhandlung aus dem Jahre 1885 erzählt, könnte ebenso gut aus dem Heute stammen: Hulda wird gewaltsam aus ihrem Umfeld gerissen, die Familie getötet, sie selbst gedemütigt und wie eine Trophäe gehandelt. In manchen Ländern dieser Erde sind diese Geschichten von Gewalt, Ausbeutung und Entwurzelung trauriger Alltag – die wenigsten davon werden je öffentlich. Franck vertonte das Leben seiner Tragödin stellvertretend für so viele leidvolle Lebensgeschichten, die nie erzählt werden. Seine Oper ist ein Aufschrei, den der Komponist selbst nicht mehr auf der Bühne erleben konnte – umso wichtiger, die Oper nach mehr als hundert Jahren der Vergessenheit zu entreißen und darüber ins Gespräch zu kommen!
Mitwirkende:
Johannes Adam (Badische Zeitung, Kulturredaktion)
Prof. Dr. Andreas Mehler (Arnold Bergstraesser Institut für kulturwissenschaftliche Forschung (ABI) und Seminar für Wissenschaftliche Politik, Universität Freiburg)
Heiko Voss (Dramaturg, Theater Freiburg)
Prof. Dr. Werner Frick (Deutsches Seminar, Universität Freiburg)
Bitte beachten Sie den Veranstaltungsort:
Universität Freiburg, Platz der Universität 3, KG I, HS 1015
Eintritt frei, keine Anmeldung möglich.
Hulda
Oper von César Franck
Termin
Do. 09.05.2019, 20:15 - 21:45
Reihe »Gespräche über aktuelle Inszenierungen« in Zusammenarbeit mit dem Studium generale der Universität Freiburg
Beschreibung
Ansprechpartner
- Nicole HechtTagungssekretariat
- Josef MackertStudienleiter
Veranstaltungsort
Universität Freiburg, Hörsaal 1015, KG I
Veranstalter
Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
Postfach 9 47
79009 Freiburg
Telefon: 0761 31918-0
Telefax: 0761 31918-111



