Mit ihrem Werk »Die Fledermaus« schufen Johann Strauss und Richard Genée 1874 nicht nur das Glanzstück der goldenen Wiener Operette, sondern auch eine genaue Gesellschaftsstudie des Wiener Bürgertums. Der Motor der Fabel ist eine Intrige, aus der sich ein toxisches Netz aus Verkleidungen, Maskierungen und zahllosen Verführungen entspinnt. Es ist ein Spiel in gefährlicher Zeit: Das Kaiserreich liegt darnieder und die Apokalypse steht unmittelbar bevor. Doch lachend balanciert man am Rande des Abgrunds, der Champagner fließt und die Walzer wollen kein Ende nehmen. Man delektiert sich an der Auflösung aller Grenzen und Tabus und flieht ins Amüsement. Was sagt uns dieses Endspiel einer Gesellschaft heute?
Mitwirkende:
Tatjana Beyer (Dramaturgin, Theater Freiburg)
Alexander Dick (Badische Zeitung, Freiburg)
Prof. Dr. Werner Frick (Leiter Studium generale, Freiburg)
Prof. Dr. Günter Schnitzler (Literatur- und Musikwissenschaftler, Freiburg)
Bitte beachten Sie den Veranstaltungsort:
Universität Freiburg, Platz der Universität 3, KG I, HS 1015
Eintritt frei, keine Anmeldung möglich.
Verlauf wird mit Erscheinen des Einzelprogramms bekannt gegeben.



