Am 1. Dezember 2016 sucht Irene Mieth wegen zunehmender Schmerzen das Krankenhaus auf. Die Diagnose erschüttert alle: Brustkrebs, fortgeschrittenes Stadium, Metastasen in den Knochen. An Heilung ist nicht mehr zu denken, aber eine Operation könnte die Situation stabilisieren, eine Behandlung möglich machen. Doch Irene Mieth entscheidet sich anders: Mit einer guten Palliativ-versorgung möchte sie auf den letzten Weg gehen. Bereits nach sechs Wochen, am 18. Januar 2017, stirbt sie. Während dieser Zeit schrieb sie Tagebuch, für sich und für die Menschen um sie herum. Dietmar Mieth hat diese Tagebuchaufzeichnungen mit seinen eigenen Überlegungen zu einem Buch zusammengestellt, das einerseits tief berührt und andererseits die ethischen Heraus-forderungen am Lebensende deutlich macht: Wie gehen wir mit dem Sterben um – und wie können wir weiterleben?
Dietmar Mieth, Prof. em. Dr. theol., geb. 1940, Professor für Moraltheologie in Fribourg/Schweiz; Professor für Theologische Ethik/Sozialethik in Tübingen. Seit 2009 Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und Leiter der Meister-Eckhart-Forschungsstelle. Dietmar Mieth war Mitglied in verschiedenen bedeutenden deutschen und europäischen Ethikkommissionen.
Am 23. Oktober 2019 liest Dietmar Mieth aus seinem im Frühjahr 2019 erschienenen Buch »Sterben und Lieben. Selbstbestimmung bis zuletzt«. An die Lesung schließt sich ein Gespräch mit dem Autor an.
Leitung:
Dr. Verena Wetzstein



