Der Journalist, Autor und Fotograf Martin Gerner hat mit großer Sachkenntnis und fotografischer Meisterschaft zwanzig Jahre lang Afghanistan, seine Bewohner*innen und ihren Alltag portraitiert. Authentisch und nah an den Menschen, dokumentieren seine Bilder erstmals den Zeitabschnitt zwischen der Intervention am Hindukusch Ende 2001 bis unmittelbar vor der Rückkehr der Taliban im August 2021 und dem Abzug des Westens. Seine Bilder vermögen, visuelle und emotionale Wissenslücken zu füllen, und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit über eine kulturell reiche, aber in unserem Diskurs oft als rückständig und fanatisch diskriminierte Gesellschaft. Im Rahmen seiner Buchvorstellung mit Bildervortrag wird uns Martin Gerner Einblick geben in seine Erlebnisse vor Ort, auch um dieses zunehmend »vergessene« Land in Erinnerung zu rufen. Die oft ungewöhnlichen fotografischen Perspektiven geben Afghanistan und seinen Menschen ein Gesicht – zwischen humanitärem Leid und neuer Hoffnung, menschlicher Wärme und Visionen.
Referent: Martin Gerner
>>> Eintritt: 8 Euro / 4 Euro (ermäßigt)
U 27 Eintritt frei
Am 14. November findet morgens ein Schüler*innen-Gespräch mit Martin Gerner im Rahmen der »Jungen Akademie« statt.