Zarte, nach innen gekehrte Gesichter, die in ihrer Zerbrechlichkeit und Schutzlosigkeit anrühren. Dunkle Mooreiche, die an Kindertage denken lässt und an das Auffinden von ganz besonders geformten Holzstücken, die eine fantastische Geschichte zu erzählen wissen. Oder auch Figuren, die aus den grob belassenen Hölzern fein und weiß hervortreten und so poesie-gleich eine eigene Dynamik entwickeln – die Skulpturen und Objekten der Bildhauerin Susanna Giese berühren unweigerlich. Ihre Figuren sind humane Kommentare, bildgewordener Ausdruck eigener Texte oder von Zitaten, die sie in der Literatur auffindet und in intensiven Prozessen Gestalt annehmen lässt. Dabei beschäftigt sich die Künstlerin stets mit dem Menschsein in all seinen ambivalenten Facetten. Ihre Werke möchten dazu anregen, über Menschlichkeit nachzudenken, über die Verletzlichkeit des Lebens und darüber, wie wir im menschlichen Miteinander damit umgehen.
Rezitation:
Barbara Kolberg (Musikerin/Singcoach, Freiburg)
Musik:
Massimo Soavi (Klarinettist, Freiburg)