Es sind wahre Schreie, die uns in malerischer Form begegnen; schmerzhafte, von Trauer, Hilflosigkeit oder auch Wutgezeichnete Äußerungen, die uns hier, auf Leinwand festgehalten, großformatig gegenüberstehen. Die Bilder des in Singen le-benden Künstlers Gero Hellmuth fordern heraus. Ihrer emotionalen Wucht können wir uns kaum entziehen. Und doch lassen die relativ abstrakten, vom Informel ausgehenden Gemälde viel Raum, um eigene Assoziationen und Erfahrungen mit in die Werke zu legen. Mit seinem Zyklus möchte der Künstler dezidiert Position beziehen, Position für all die wehrlosen und vom Leid getroffenen Kinder weltweit, »denen die natürlichen Menschenrechte auf die vielfältigste Weise entzogen werden«. So werden wir Betrachterinnen und Betrachter heraus-gefordert, diese Schreie zu hören und damit auch die vielen Kinder dahinter zu sehen – oder, wie Gero Hellmuth seine Intention formuliert: »Mögen die Bilder zum Nachdenken und zur Einkehr anregen.«
Einführung: Prof. Hans Gercke (ehem. Direktor des Kunstvereins Heidelberg)
Musik: Freiburger Domsingknaben (Leitung: Prof. Boris Böhmann)
Leitung: Dr. Mareike Hartmann, Studienleiterin
>>> TEILNAHME AN DER PRÄSENZVERANSTALTUNG IST NUR NACH VORANMELDUNG MÖGLICH!