Die Kirche in Deutschland, die institutionalisierte christliche Religion steckt in der Krise. 2022 wurde ein »Kipppunkt« erreicht: Erstmals gehören weniger als die Hälfte der Deutschen einer der beiden großen Kirchen an. Welche Wege aus dieser Krise
herausführen könnten, ist hoch umstritten, die innerkirchliche Debatte stark polarisiert. Wechselseitig wirft man sich Selbstbezüglichkeit vor.
Dabei wäre es gerade jetzt Aufgabe der Kirchen, von Neuem »Erfahrungsräume« zu öffnen: für die transzendente Dimension von Leben auf der einen Seite. Auftrag der Kirchen wäre es aber ebenso, die aktuelle soziale, ökologische und politische Wirklichkeit aus dem Geist des Evangeliums heraus radikal zu befragen. Es geht bei diesem Studientag also um die »Verflüssigung« starr gewordener, lebensferner Strukturen und grundsätzlicher noch um eine ehrliche Auseinandersetzung um das Proprium dessen, was wir glauben.
Mitwirkende:
Prof. Dr. Rainer Bucher (Praktische Theologie, Bonn)
Prof. Dr. Wolfgang Treitler (Fundamentalthologie, Wien)
Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer (Christliche Gesellschaftslehre, Freiburg)
Prof. Dr. Saskia Wendel (Fundamentaltheologie, Tübingen)
Programm:
9.00 Uhr: Stehkaffee
9.30 Uhr: Begrüßung
9.45 Uhr: Radikaler Kontrollverlust - Kirche am Kipppunkt (Prof. em. Dr. Rainer Bucher)
10.45 Uhr: Pause
11.10 Uhr: Radikale Erschütterung – Wie von Gott reden angesichts sexualisierter Gewalt
in der Kirche? (Prof. Dr. Wolfgang Treitler)
12.15 Uhr: Mittagessen
14.00 Uhr: Radikales Suchen - Kirche als Erfahrungs- und Reflexionsraum von
Transzendenz. (Prof. Dr. Saskia Wendel)
15.00 Uhr: Pause
15.20 Uhr: Radikales Fragen – die Stimme von Kirche und Sozialethik in aktuellen
Fragen? (Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer)
16.30 Uhr: Plenum
17.00 Uhr: Ende und Abschied