Ausgehend vom Motto der diesjährigen Misereor Fastenaktion „Frau.Macht.Veränderung.“
werfen wir einen geschlechterspezifischen Blick nach Madagaskar und betrachten auch Ansätze und konkrete Umsetzungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit in sozialen Projekten in Deutschland.
Zunächst führt die Würzburger Sozialethikerin Prof.in Dr.in Michelle Becka in das Thema der Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Macht und Privilegien sowie Benachteiligung und Armut ein.
Schwester Modestine, die im Rahmen der Misereor-Fastenaktion zu Besuch in Deutschland ist, berichtet über ihr Projekt in Madagaskar, dass sich für Ernährungssicherung und eine bessere Lebensmittelversorgung im zentralen Hochland einsetzt. „Vahatra“ heißt das Projekt, dies bedeutet Wurzel und damit ist die Philosophie des Projekts schon benannt: Es verfolgt den Ansatz, das Leben auf dem Land von unten zu verbessern, indem es vor allem Frauen in der Landwirtschaft fördert und ihnen neue Techniken vermittelt, die unkompliziert anwendbar und effektiv sind.
Lisi Maier, die Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung (und ehemalige BDKJ-Bundesvorsitzende) berichtet, dass in Zeiten unterschiedlichster Krisen Geschlechtergerechtigkeit allzu schnell aus dem Fokus gerät. Mit ihrer Arbeitet bietet sie Ansätze und Möglichkeiten, wie jedoch gerade Gleichstellung zu mehr Krisenresilienz unserer Gesellschaft beitragen kann.
Elisabeth Groß und Judith Penkert-Tchitnga kommen in dem jeweiligen sozialen Projekt, in dem sie arbeiten, mit Frauen in Kontakt, die in ihren Leben die Auswirkungen von Geschlechterungerechtigkeit ganz konkret spüren. Sie berichten über die Erfahrungen im Familienwerk Sölden e.V. (ehemals Dorfhelferinnenwerk) und beim Integrationsmanagement des Caritasverbandes für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald e.V.
Anschließend kommen die fünf Frauen auf dem Podium miteinander und mit dem Publikum in Austausch: Welche Zusammenhänge gibt es? Wie kann Veränderung erreicht werden? Was kann der je eigene Beitrag sein und was bringen (Welt-)Kirche und Gesellschaf ein? Wie kann Veränderung im jeweiligen Kontext konkret aussehen?
Geplanter Ablauf:
15:30 Ankommen mit Kaffee und Tee
16:00 Begrüßung und Einführung
Einführendes Referat durch Prof.in Dr.in Michelle Becka
Projektvorstellung von Schwester Modestine (Französisch mit anschl. Übersetzung)
Pause mit Getränken und Gebäck
18:00 3 Impulse
Bundesstiftung Gleichstellung Berlin, Lisi Maier
Familienwerk Sölden e.V., Elisabeth Groß
Integrationsmanagement Caritasverband Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald e.V., Judith Penkert-Tchitnga
Austausch zwischen den fünf Referentinnen und mit dem Publikum
20:00 Gemeinsamer Imbiss und Gelegenheit für Gespräche
21:00 Ende der Veranstaltung.
Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Es entstehen keine Kosten.