Die Verletzlichkeit des Menschen steht uns aktuell so klar vor Augen wie selten: vom Klimawandel über die vielfältigen Bedrohungen des Weltfriedens bis hin zu Pandemien. Und auch in der Kirche sind Menschen verletzt worden. Gott ist Mensch geworden und hat sich so verletzlich gemacht. Dies ist die Mitte des christlichen Glaubens, sie steht im Zentrum des diesjährigen »Theologischen Studientages«: Ein Gott, der sich aus Liebe zum Menschen selbst verletzlich macht, prägt das christliche Menschenbild und fordert zu einem anderen Blick auf Umwelt und Mitmensch heraus. Die Kirchen können diesen verwundbaren Gott aber nur bezeugen, wenn sie um ihre eigene Verwundbarkeit, ihre Fehlbarkeit wissen.
Mitwirkende:
Prof. Dr. Andrea Bieler (Praktische Theologie, Basel)
Prof. Dr. Hildegund Keul (Fundamental Theologie, Würzburg)
Prof. Dr. Andreas Michel (Biblische Theologie, Köln)
Dr. Elisabeth Zschiedrich (Theologische Ethik, Fribourg)
Ablauf:
9.00 Uhr: Ankommen
9.30 Uhr: Begrüßung und Einführung
9.45 Uhr: Grundsatzimpuls zum Start:
Hildegund Keul: Verletzlichkeit als theologischer Grundbegriff: eine Neuentdeckung des Begriffs und seine Relevanz für Kirche und Gesellschaft
10.45 Uhr: Pause
11.00 Uhr: Biblische Schöpfungstheologie
Andreas Michel: Verletzlichkeit und Heilung in der Bibel
12.15 Uhr: Mittagessen
14.00 Uhr: Pastoraltheologische Zugänge im Blick auf das Heute
Andrea Bieler: Verletzlichkeit – pastoraltheologische Grundlegungen mit Blick auf die Zeichen der Zeit
15.00 Uhr Pause
15.15 Uhr: Zerstörung der Lebensgrundlage (auch) des Menschen
Elisabeth Zschiedrich: Option für die Verletzlichen als Maßstab und Handlungsfeld kirchlicher Praxis
16.15 Uhr: Übergang zur Schlussrunde
17.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Tagungsgebühr: 10,- € inkl. Mittagessen