»Mitleid? Brauche ich nicht!«, behaupten viele Menschen mit Behinderungen heute. Das Mitleid als eine religiöse Tugend ist auch in anderen Zusammenhängen aus der Mode gekommen. In ihrem Vortrag sucht Susanne Krahe nach Ursachen für den schlechten Ruf – vielleicht nur eines Begriffs? Mitleid wird unterschiedlich empfunden, je nachdem, ob es gewährt oder empfangen, gegeben oder erlitten wird. Die Referentin, selbst seit über 30 Jahren blind, lädt zu einem Perspektivwechsel ein: Wie sieht der überfallene Mensch in Jesu Gleichnis wohl seinen Retter, den berühmten barmherzigen Samariter?
Susanne Krahe (Theologin und Schriftstellerin, Unna)



