Selbstbewusst verbinden Protestanten die Reformation mit der neuzeitlichen Freiheitsgeschichte und erklären die evangelische Kirche zur »Kirche der Freiheit«. Umgekehrt lässt sich kaum ernsthaft bestreiten, dass man in der katholischen Kirche bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil den menschenrechtlichen und freiheitlichen Errungenschaften der Moderne distanziert bis ablehnend gegenüberstand. Ist es heute aber noch sinnvoll und legitim zu versuchen, Konfessionen in dieser Form voneinander abzugrenzen? Konfessionsgrenzen und -unterschiede stellen sich anders dar, wenn das Reformationsgeschehen insgesamt als Prozess der Pluralisierung des Christentums und aus der Dynamik von Individualisierungsprozessen verstanden wird.
Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf (Systematische Theologie, München)
Prof. Dr. Magnus Striet (Fundamentaltheologie, Freiburg)
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