2025 – Zuversicht. Für die Demokratie!
Kommentare
09.01.2025 13:42 - Thomas Hotz
Willkürfreiheit
Sehr geehrter Herr Dr. Kreutzer, sehr geehrter Herr Weber
Einigermassen per Zufall bin ich auf Ihre Impulse gestossen und danke sehr herzlich dafür. Für mich sind Grundrechtsfragen existenziell geworden, nachdem ich als Pastoralassistent (seit 1992) des Bistums SG in einem mehrjährigen sachwidrigen Berufsverbot stehe. Gleichzeitig muss ich mit ansehen, wie auch andere Mitarbeiterfamilien aufgrund kantonaler Verleugnung einschlägiger Rechtsquellen betreffend Willkürfreiheit mit schwierigen bis erdrückenden Wirkungen ringen.
Ich suche flehentlich nach demokratischem Rückenwind. Helfen Sie Öffentlichkeit schaffen unter…
https://wegmitdemgesslerhut.iphpbb3.com/forum/index.php?nxu=37021772nx67397
«Sind wir noch bei Trost?», die Frage hat Witz, und Witz ist das Einzige, das noch helfen kann. «Wir Christen sind doch vom Team Hoffnung» würde Luisa Neubauer sagen. «Genau hin- und nicht wegschauen» würde ich voll unterstreichen. Differenzen überwinden durch Differenzieren. Das Wahl-Netzwerk interessiert mich.
Und ich denk auch, Herr Weber, dass Gewaltenteilung, Rechtssicherheit zentral sind für demokratischen Fortschritt. Immer wieder eine Lanze brechen für sachbezogene, massvolle, konkrete Systemkritik, das würde schon ganz schön viel helfen.
Thomas Hotz, CH-9000 St. Gallen
09.01.2025 12:19 - Franz Weber
Liberale Demonkratie
Sie schreiben, die liberale Demokratie sei die beste Staatsfrom, die es gibt. Aber wenn sie wirklich so gut wäre, hätten wir dann nicht weniger Probleme als heute? Nur die Schuld auf die Rechten zu schieben, genügt da nicht mehr.
Lobbyismus, Meinungsbeeinflussung durch die Medien, Vetternwirtschaft zwischen Politik und Wirtschaft und vieles mehr hat das Vertrauen in die Politik geschwächt. So lange es keine wirkliche Gewaltenteilung gibt, wer-den die Probleme immer weiter wachsen.
Nach meiner Überzeugung kann hier die soziale Dreigliederung eine Abhilfe schaffen.
Deren Postulate lauten, hier in stark vereinfachter Form: Freiheit im Geistes- und Kluturleben, Gleichheit im Rechts- und Staatsleben und Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) im Wirtschaftsleben.
Wenn man die heutige Gesellschaft betrachtet, kann sehr leicht gefunden werden, dass eine Freiheit im Wirtschaftsleben (Neoliberalismus) vor allem dazu führt, dass sich die Reichen, Mächtigen und Skrupellosen durchsetzen. Und wenn der Staat das Bildungs- und Kulturleben dominiert, könnnen von da keine wirklich neuen Impulse ausgehen, denn wessen "Brot ich ess, dessen Lied ich sind" ist ja allseits bekannt. Die Gleichheit vor dem Recht wird untergraben, wenn staatliche Institutionen und Wirtschaftsverbände mehr Gewicht, das heißt, mehr Möglichkeiten erhalten, als die Bürger und deren Vereinigungen.
Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen zu können und sonst machen die da "Oben" eh was sie wollen, führt eben zu Frust und dann auch dem Erstarken der radikalen Ränder. Das sollten wir doch bedenken.



