Als Grafiker und Dienstleister war Bruno Schley in Freiburg bekannt – sein künstlerisches Werk als „Chronist seiner Zeit“ blieb jedoch weitgehend unentdeckt. Seit 1919 lebte er als freischaffender Künstler, verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit Werbegrafiken sowie kunstvollen Urkunden und prägte mit seinen Schriftzügen angesehener Geschäfte das Stadtbild. Fast obsessiv widmete er sich nach seiner Lithografenlehre ab 1916 immer wieder dem Münster und der Stadt. Er lebte zurückgezogen, dokumentierte aber mit seinen Arbeiten den grundlegenden Wandel seines Jahrhunderts. Durch ihn wird die Stadt vor ihrer Zerstörung sichtbar. Nach der Bombardierung Freiburgs im November 1944 hielt er die vielen Zerstörungen akribisch mit dem Stift fest. Er, der selbst ausgebombt wurde, war schockiert über die Welt, was er in drastischen Christusbildern und bedrohlichen Szenarien der Atomzeit zum Ausdruck brachte.
Seine Grafiken sind Dokumente für Freiburg und für die Region durch ein bewegtes Jahrhundert hindurch, die den Übergang von der Kaiserzeit bis zum Aufbruch der 68er- Bewegung in zahlreichen Bildern festgehalten haben.
Seine Grafiken sind Dokumente für Freiburg und für die Region durch ein bewegtes Jahrhundert hindurch, die den Übergang von der Kaiserzeit bis zum Aufbruch der 68er- Bewegung in zahlreichen Bildern festgehalten haben.




