Die exzeptionelle Dynamik der Epoche der Moderne − was wir wissen, wie wir leben, was wir erwarten − hängt auf vielfältige Weise an der Nutzung fossiler Naturgeschichte in Form von Kohle, Öl und Gas. Die Moderne ist eine 'Petromoderne‘ in nahezu all ihren Errungenschaften, Abgründen und Widersprüchen.
Um die Position des Menschen in Petromoderne und Anthropozän zu deuten, um zu ermitteln, was wir hinter uns lassen sollten, aber auch, worum es zu kämpfen gilt, müssen alle Skalen zwischen molekularen, technischen, historischen, kulturellen und planetarischen Prozessen zusammengedacht werden. Nur wenn wir 'fossile Vernunft' als solche verstanden haben, können wir unsere Gesellschaften postfossil weiterentwickeln. Denn der notwendige Abschied von fossilen Energieträgern betrifft weit mehr als nur Mobilität und Heizung.
Benjamin Steininger und Alexander Klose sind Teil des Forschungskollektivs Beauty of Oil. Gemeinsam veröffentlichten Sie den faszinierenden Band „Erdöl. Ein Atlas der Petromoderne“. 2021 kuratierten sie die Ausstellung „Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“ am Kunstmuseum Wolfsburg.
Sie werden auch in der Katholischen Akademie mit Beispielen aus der Bildenden Kunst arbeiten und ein Format gestalten, das mit der Bezeichnung „Vortrag und Gespräch“ nur unzureichend gekennzeichnet werden kann.
Mitwirkende:
Dr. Alexander Klose (European Center of Just Transition Research and Impact-Driven Transfer, Halle/Saale)
Dr. Benjamin Steininger (Geoanthropologie, Jena)
Buchcover:
Eintritt: pay after
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Weitere Veranstaltungen der Reihe: Über Leben im Anthropozän
Prof. Dr. Jens Soentgen (Wissenschaftszentrum Umwelt, Augsburg)