Petro-Melancholie. Das Erdölzeitalter im Spiegel der Kunst
Termin
Do. 22.05.2025, 19.30 Uhr >>> Präsenz
Film und Gespräch im Rahmen der Reihe „Über Leben im Anthropozän" in Zusammenarbeit mit der Günther-Anders-Forschungsstelle der Universität Freiburg, dem Studium generale der Universität Freiburg und dem Theater Freiburg
Beschreibung
Donald Trump hat in seiner Inaugurationsrede die leitende Parole seiner zweiten Präsidentschaft ausgegeben: „Drill, Baby, Drill!“ Mit ihr unterstreicht er seine Entschlossenheit, die Öl-Lobby von allen Beschränkungen bei der rücksichtslosen Ausbeutung der Öl-Vorkommen zu befreien. Für ihn und seine Tech-Milliardäre ist das die folgerichtige Weiterführung des amerikanischen Way of Life.
Kein anderer Stoff hat das 20. und das beginnende 21. Jahrhundert so geprägt wie das Erdöl.
Es hat in den letzten 150 Jahren nicht nur unsere Maschinen befeuert, sondern auch unsere Fantasien, Wünsche und Träume. Unzählige Filme, von Georg Stevens‘ „Giganten“ (1956) bis zu Paul Thomas Andersons „There will be Blood“ (2007), künden von unserer beispiellosen Beziehung zu diesem ‚schwarzen Gold‘. Im Zeitalter der Petro-Moderne wurde Erdöl in unseren westlichen Gesellschaften zu einem Katalysator für Wachstum und Konsum – und damit zum Sinnbild für Freiheit, Moderne und Wohlstand.
Der Regisseur Mathias Frick unternimmt in „Petro-Melancholie“ eine filmische Reise zurück in das Zeitalter des Öls und erzählt mit Kunstwerken aus unterschiedlichen Zeiten und Regionen dieser Welt, wie tief und selbstverständlich unser Leben von den Kreisläufen des Erdöls durchdrungen ist. Der besondere Blick zeitgenössischer Künstler*innen führt uns unser ambivalentes Verhältnis zu diesem Stoff schonungslos vor Augen.