| Die Zeit der Generationen übersteigt die individuelle Endlichkeit und bildet eine Brücke über „Lebenszeit und Weltzeit“ (Blumenberg). Die Fortsetzung der Generationenlinie kann daher einerseits Trost bieten, andererseits bereitet jede Generation, die sich kümmert und Nachfolger*innen ausbildet, auch ihre künftige Ablösung mit vor – ein ambivalenter Prozess. Doch nur durch eine überwiegend konstruktive generationale Weitergabe in Familie und Institutionen, durch ‚Generativität‘ auch im Sinne verantwortungsvoller Sorge, wird eine lebbare Zukunft der Nachkommen ermöglicht. Zugleich verändern sich die Voraussetzungen im Generationenverhältnis durch raschen gesellschaftlichen Wandel, Optimierungsstreben und Beschleunigung des Lebenstempos. Der Vortrag thematisiert Bedingungen, aber auch Krisen der Generativität und zeitgenössische Konflikte der Weitergabe zwischen Wiederholung, Beschleunigung und Neubeginn. |
Referentin:
Prof. Dr. Vera King (Institut für Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt a. M. / Sigmund-Freud-Institut Frankfurt a. M.)
Die Vorträge der Samstags-Uni finden samstags zwischen 11:15 Uhr und 12:45 Uhr in Präsenz im HS 1010 im Kollegiengebäude I der Universität statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eintritt frei.
Sie werden zusätzlich aufgezeichnet und zeitversetzt über das Medienportal des Studium generale zugänglich gemacht. Dieses ist zu finden über die Homepage (www.studiumgenerale.uni-freiburg.de/sg/sa-uni) oder über die Mediathek auf dem Medienportal der Universität (www.videoportal.uni-freiburg.de/category/studium-generale/69).




