Mit dem 7. Oktober 2023, dem Terrorangriff der Hamas aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels, hat sich jüdisches Leben für immer verändert. Wie gehen Jüdinnen und Juden mit dem Schrecken dieses Tages um, in Deutschland und Israel abseits der aufgeladenen Debatten? Was macht ihnen Angst, was gibt ihnen Hoffnung?
Für sein im September veröffentlichtes Buch „Und es geschieht jetzt. Jüdisches Leben nach dem 7. Oktober“ hat der Schriftsteller Marko Martin mit Familien und Freunden gesprochen, in Israel und Berlin.
Eindringlich beschreibt er das Ringen mit Trauer und Verzweiflung, auch den Schmerz darüber, wie aus diesem unvorstellbaren Leid in einem neuen Krieg das Leid der anderen wird. Marko Martin erzählt von der lebendigen Heterogenität Israels und von seiner inneren und äußeren Verletzlichkeit; und erzählt ebenso von der Einsamkeit vieler junger Israelis in Berlin.
Marko Martin bereist immer wieder Israel, setzt sich mit israelischer Literatur auseinander, hat Tel Aviv eine besondere Hommage gewidmet. Viel beachtet wurden seine beiden Porträt-Bände: „Dissidentisches Denken“ und „Brauchen wir Ketzer?“: Behutsam-wertschätzende Erinnerung an unangepasste (jüdische) Intellektuelle des 20. Jahrhunderts, die schon frühzeitig vor totalitären Gefahren und rassistischen Mustern gewarnt haben und auch heute noch warnen können.
>>> Eintritt frei