Extreme Polarisierung und wechselseitige Ausgrenzungen vergiften derzeit oft die Atmosphäre und das Gespräch in der Kirche – unter ihren Theolog*innen,
aber auch unter den Gläubigen. Das Gegenüber kirchenpolitisch einordnen zu können, scheint oft wichtiger, als sich mit den theologischen Positionen
und Argumenten auseinanderzusetzen.
Wie konnte es soweit kommen? Den gerade in den Auseinandersetzungen um den Synodalen Weg in der deutschen Ortskirche oft beschworenen Einheitskatholizismus hat es so nie gegeben, sagen uns die Historiker*innen.
Der diesjährige Theologische Studientag widmet sich daher ganz der Frage, was das Wort „katholisch“ eigentlich meint: umfassend, vielfältig. Wie finden wir in der Kirche, in ihrer Theologie und vor Ort wieder zu dieser Weite „katholischer Einheit“ zurück, die Vielfalt ermöglicht und so Spaltung und Ausgrenzung verhindert?
Programm:
9.00 Uhr: Stehkaffe
9.30 Uhr: Begrüßung
9.45 Uhr: Einheit suchen – Konflikte austragen – Vielfalt gestalten.
Schon das NT ermutigt mit seinem Reichtum an Glaubenszeugnissen zu Einheit in Verschiedenheit.
Thomas Söding, (Neutestamentliche Exegese/Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Bochum)
10.45 Uhr: Pause
11.10 Uhr: Vielfalt als Bedrohung?
Auswege aus der Polarisierung in Kirche und Gesellschaft.
Regina Polak, (Praktische Theologie und Religionsforschung, Wien)
12.15 Uhr: Mittagessen
14.00 Uhr: Einheit in Vielfalt.
Ein kritischer Blick in die Dogmengeschichte zeigt: Dogmen entwickeln sich in kommunikativen Prozessen.
Gunda Werner, (Dogmatik und Dogmengeschichte, Bochum)
15.00 Uhr Pause
15.20 Uhr: Zur Vielfalt befreit:
Offenheit und Toleranz als normativer Anspruch.
Jochen Sautermeister, (Moraltheologie, Bonn)
16.30 Uhr: Podium
Schlussrunde mit allen Dozierenden
17.00 Uhr: Ende und Abschied
>>> Tagungsgebühr 20,- € inkl. Mittagessen
>>> Anmeldungen weiterhin möglich