Während der Weg ins Gefängnis durch Anklage,Gerichtsprozess, Verurteilung und Haftantritt klar geregelt ist, geschieht der »Schritt in die Freiheit« häufig unbegleitet, in eine ungeklärte und wenig geordnete Lebenssituation. Wohnung, Arbeit, Finanzen, familiäre und soziale Anknüpfungspunkte – alles ist neu zu regeln oder wiederzugewinnen. Angebote und Maßnahmen zur Resozialisierung sind an dieser Stelle wichtig, kommen aber häufig nicht zur Anwendung. Wie kann der Übergang in die Freiheit so begleitet werden, dass die Rückkehr in die Gesellschaft nach der Zeit in Haft gut gelingt? Welche Voraussetzungen sind dafür wünschenswert? Nach zwei Inputs aus kulturwissenschaftlicher und sozialethischer Perspektive kommen Theorie und Praxis ins Gespräch.
Mitwirkende:
Tina Gröbmayr (Bezirksverein für soziale Rechtspflege Freiburg)
Katharina Leniger (Christliche Sozialethik, Würzburg)
Matthias Scholze (SKM Berlin)
Dr. Barbara Sieferle (Kulturanthropologie, Freiburg)
>>> Eintritt: 8 Euro / 4 Euro (ermäßigt)
>>> Teilnehmende bis 27 Jahre frei