n Deutschland sitzen derzeit ca. 51.000 Menschen in Haft. Hinter der Freiheitsstrafe steht die Idee, dass im Vollzug der Freiheitsstrafe der Gefangene fähig werden soll, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Der
Vollzug soll auch dem Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Straftaten dienen. Doch die Quote derer, die nach Inhaftierung erneut Straftaten begehen, ist hoch. Woran liegt das? Gibt es Alternativen zur Haft? Sind Schuldausgleich, Prävention, Resozialisierung
des Täters, Sühne und Vergeltung für begangenes Unrecht ohne Haft auch bei schwereren Delikten überhaupt vorstellbar? Welche Rahmenbedingungen und Ressourcen bräuchten alternative Modelle zum klassischen Strafvollzug? Wie viel Gefängnis braucht unsere Gesellschaft?
Programm
Mittwoch, 11. November 2020
19.00 Begrüßung und Einführung
Norbert Schwab (Katholische Akademie)
Lydia Halbhuber-Gassner (Referentin für Gefährdetenhilfe
beim Sozialdienst katholischer Frauen, Landesstelle Bayern e. V.,
Vorsitzende der KAGS, München)
Statement:
Resozialisierung und gesellschaftliche Verantwortung
Prof. Dr. Michelle Becka (Sozialethik, Würzburg)
Diskussion
mit
- Peter Asprion (Bewährungshelfer, Freiburg)
- Prof. Dr. Michelle Becka (Sozialethik, Würzburg)
- Thomas Eisermann (Gefängnisseelsorger, Mannheim)
- Thomas Müller (Leiter der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe)
Moderation: Karin Vorhoff (Leiterin des Referats Soziale
Lebenslagen und Solidarität im Deutschen Caritasverband)
20.30 Ende der Veranstaltung
Wir bitten um vorherige Anmeldung zu dieser Veranstaltung über die Homepage, damit wir Ihnen den Zugangslink senden können. Vielen Dank.
Die Teilnahme ist kostenfrei.