Eine merkwürdig gegenläufige Tendenz kennzeichnet die Verhältnisse der gegenwärtigen Welt. Einerseits nimmt die Dynamik der beschleunigten Veränderung rasant zu. Andererseits steigt das Bedürfnis nach zeitloser Identität und kontinuierlicher Tradition. Einerseits wird selbst der Begriff der Wahrheit in einer Weise ökonomisiert, pluralisiert und perspektiviert, dass die Ausdrücke »post-truth« und »postfaktisch« zu Chiffren für unsere Zeit wurden. Andererseits gibt es eine radikalisierte Suche nach Halt und Heimat, Identität und Ideal, Abgrenzung und ewigen Wahrheiten. Die hier angedeuteten Spannungen zwischen Progression und Regression finden sich auch in der katholischen Kirche. Der von Papst Franziskus ausgelöste Reformprozess hat Gegenkräfte auf den Weg gebracht und die bestehenden latenten Spaltungen deutlicher hervortreten lassen.
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