»Was konnte der Einzelne schon machen?«, entgegneten nach 1945 viele Mitläufer und Angepasste auf die Frage nach persönlichem Handeln in der NS-Diktatur. Haben sich die Verfolgten wirklich in jedem Fall mit ihrer Opferrolle begnügt? Dass es jenseits von Fundamentalopposition, Umsturzplanung und Schicksalsergebenheit eine Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten – Kleinformen des Widerstands im Alltag – gab, hat die historische Forschung seit den 1970er Jahren aufgezeigt. Um diese Kleinformen des Widerstands, für die Begriffe wie Nonkonformität, Resistenz, Widerständigkeit geprägt wurden, geht es im Vortrag. Es geht um Menschen, die ihre Position, ihre Traditionen und Werte, ihren Glauben und ihre Selbstachtung gegen Anforderungen der Diktatur verteidigten. Es geht um Alternativen: um symbolisches Handeln wie die Verweigerung des Hitlergrußes, Gesten der Solidarität mit Verfolgten oder rettender Mut der Verzweiflung in auswegloser Situation.
PD Dr. Angela Borgstedt (Geschichte, Mannheim)
Informationen zum Ablauf der Veranstaltung finden Sie auf der Projekthomepage
www.nazi-terror-gegen-jugendliche.de
Details zum Gesamtprojekt und Informationen zu den Kosten entnehmen Sie bitte dem PDF.
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