Ob anekdotischer Geschichtenteppich, mittelalterliche Sündenlehre oder aperiodische Kristalle – Eva Menasse erzählt in faszinierenden Mustern.
Die aus Wien stammende Autorin arbeitete zunächst als Journalistin. Ihr Romandebüt »Vienna« (2005), inspiriert durch die eigene Familiengeschichte mit einem Wiener Juden als Großvater und einer mährischen Katholikin als Großmutter, erzählt Geschichten über die einzelnen Familienmitglieder. Die Erinnerung an das jüdische Leben in Wien vor 1938 lässt sich nur noch als Abfolge von Anekdoten zu vermitteln, der Erzählfaden ist durch die Shoah abgerissen.
Seit Auschwitz ist Identität nicht mehr linear erzählbare Lebensgeschichte, sondern eine Abfolge disparater Lebensszenen. Das ist Eva Menasses Thema auch in ihrem Roman »Quasikristalle« (2013). In ihrem Erzählband »Lässliche Todsünden« (2009) forscht sie nach archaischen Mustern in der postmodernen Gesellschaft. Sie spürt den sieben Todsünden nach und findet sie bei ihren ganz und gar weltlichen Charakteren der Wiener Kulturszene im 21. Jahrhundert.
Lassen Sie sich einladen, die faszinierenden Texte dieser Autorin kennenzulernen!
vorgestellt von Dr. Ursula Hellerich (Freiburg)
Das detaillierte Tagungsprogramm sowie Informationen zu den Kosten entnehmen Sie bitte dem PDF.



