Sorge um den Menschen
Tagung
in Zusammenarbeit mit der Viktor von Weizsäcker Gesellschaft
Die Wurzeln des ärztlichen wie auch des pflegerischen Ethos liegen in der Sorge. Das Lateinische procurare spiegelt wider, worauf es ankommt: für einen anderen, einen hilfsbedürftigen Menschen Sorge tragen. Als Grundprinzip medizinischer Ethik galt die Sorge lange Zeit als unhintergehbar. In der jüngeren Medizinethik breitet sich Skepsis gegenüber dieser fürsorglichen Zuwendung zum kranken Menschen aus: Gefährdet die Sorge nicht die immer bedeutsamer werdende Autonomie des Menschen? Im Horizont der Gedanken Viktor von Weizsäckers gilt es zu versuchen, jenseits der vielfach als schlichte Dichotomie aufgebauten Opposition von Autonomie und Fürsorge ein für die medizinische und pflegerische Praxis neues Verständnis von Sorge zu gewinnen, das den politischen und ökonomischen Herausforderungen der modernen Gesundheits-, Pflege- und Sozialsysteme gerecht wird.
Prof. Dr. Gregor Etzelmüller (Theologie, Heidelberg)
Rainer-M. E. Jacobi (Medizingeschichte, Bonn)
Dr. Johannes Picht (Psychosomatische Medizin, Schliengen)
Prof. Dr. Claus Volkenandt (Kunstwissenschaft, Witten)
Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Waldenfels (Philosophie, Bonn)
PD Dr. Hartwig Wiedebach (Philosophie, Zürich)



