Dr. Dr. Siglind Bruhn (Musikwissenschaft, Ann Arbor, Michigan/USA)
Seit Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden in etlichen Ländern Europas Bilderzyklen, die als »Totentanz« bekannt wurden. In der vorherrschenden Tradition wird die Gewalt des Todes in allegorischen Szenen dargestellt, in denen ein Skelett einen meist noch ganz im Leben stehenden Menschen zum Tanz auffordert. Die Holzschnittserie nach dem Basler Totentanz von Hans Holbein d. J. inspirierte den französischen Dichter Paul Claudel und den Schweizer Komponisten Arthur Honegger, ein Oratorium zu schreiben, das die besondere Mischung aus Wut über das unentrinnbare Ausgeliefertsein und frommer Reflexion musikdramatisch umsetzen sollte: La Danse des morts.
Veranstaltung Nr. 230
Seit Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden in etlichen Ländern Europas Bilderzyklen, die als »Totentanz« bekannt wurden. In der vorherrschenden Tradition wird die Gewalt des Todes in allegorischen Szenen dargestellt, in denen ein Skelett einen meist noch ganz im Leben stehenden Menschen zum Tanz auffordert. Die Holzschnittserie nach dem Basler Totentanz von Hans Holbein d. J. inspirierte den französischen Dichter Paul Claudel und den Schweizer Komponisten Arthur Honegger, ein Oratorium zu schreiben, das die besondere Mischung aus Wut über das unentrinnbare Ausgeliefertsein und frommer Reflexion musikdramatisch umsetzen sollte: La Danse des morts.
Veranstaltung Nr. 230



