Prof. Dr. Heiko Haumann
(Geschichte, Basel/Elzach-Yach)
Seemann, Kommunist, aktiv im Widerstand gegen die Nationalsozialisten, Kämpfer im Spanischen Bürgerkrieg, Ältester im »Zigeunerlager« in Auschwitz: dies sind Stationen im Leben von Hermann Diamanski.
Nach dem Krieg machte er Karriere in der Sowjetischen Besatzungszone und dann in der DDR, kam dort aber bald in Konflikt mit dem Staatssicherheitsdienst. Auch nach seiner Flucht in den Westen geriet er zwischen alle Stühle. Im Frankfurter Auschwitz-Prozess trat er als Zeuge auf.
Diese schier unglaubliche Biographie gewährt Einblicke in Brennpunkte der Geschichte und in die Verflochtenheit von privatem Leben und weltpolitischen Geschehnissen. Darüber hinaus wird deutlich, welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen haben, wie Erinnerung konstruiert wird und warum auch Erinnerungslücken sprechend sein können.
Sie sind eingeladen, sich mit einem Abschnitt der deutschen Geschichte aus dem Blickwinkel eines »einfachen Mannes« zu befassen und von einer Lebensgeschichte zu hören, in der aktiver Widerstand gegen das NS-Regime, Tätigkeit als Funktionshäftling im KZ Auschwitz und Geheimdienstaktivitäten in der Nachkriegszeit aufeinander folgen.
Veranstaltung Nr. 13-203
Überleben in der Katastrophe: Hermann Diamanski
(1910-1976)
Termin
Di. 17.09.2013, 19.30 - ca. 21.00 Uhr
»Aus erster Hand« - Erlebtes und Erforschtes
In Zusammenarbeit mit
»Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.«, Sektion Südbaden
Beschreibung
Veranstaltungsort
Veranstalter
Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
Postfach 9 47
79009 Freiburg
Telefon: 0761 31918-0
Telefax: 0761 31918-111



