Dr. Wilhelm Güde
(Vorsitzender Richter am Landgericht a. D., Freiburg)
Das Erlebnis der Nazi-Katastrophe, insbesondere auch das Versagen der Justiz, der Max Güde schon in der Weimarer Republik selbst angehört hatte, hat sein späteres Leben geprägt. Er ist nicht müde geworden, sich für die Anerkennung der Freiheit des Einzelnen und der Gemeinschaft als Voraussetzung des freiheitlichen Rechtsstaates einzusetzen. Legendär ist sein Einsatz für die Wanderausstellung »Ungesühnte Nazijustiz« (1959) mit Kopien von himmelschreienden Urteilen aus der NS-Zeit. Dieser führte zu Spannungen zwischen ihm und dem politischen Strafsenat des Bundesgerichtshofes wegen dessen überscharfer Rechtsprechung in den Kommunistenprozessen der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Sie sind herzlich eingeladen, im Spiegel des beruflichen Werdegangs eines Juristen mehr über die Zeit zwischen den 20er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu erfahren.
Veranstaltung Nr. 14-102
Max Güde
(geb. am 6. Januar 1902 in Donaueschingen, gest. am 29. Januar 1984 in Werl)
Termin
Di. 21.01.2014, 19:00 - 20:30
»Aus erster Hand« – Erlebtes und Erforschtes aus der Zeit
in Zusammenarbeit mit »Gegen Vergessen –
Für Demokratie e.V.«, Sektion Südbaden
Beschreibung
Veranstaltungsort
Veranstalter
Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
Postfach 9 47
79009 Freiburg
Telefon: 0761 31918-0
Telefax: 0761 31918-111



