Max Frisch (1911-1991)
Lesung und Gespräch
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Herr Geiser, 74, verwitwet, lebt allein in seinem Haus in den Bergen. Mit großer Wachheit registriert er Anzeichen einer nahenden Naturkatastrophe. Herr Geiser hat Zeit. Er liest in Lexika, Geschichtswerken, der Bibel, notiert wichtige Daten und Fakten, die er nicht vergessen will, baut Pagoden aus Knäckebrot und wagt schließlich einen vergeblichen Abstiegsversuch ins Tal. Der Prosatext »Der Mensch erscheint im Holozän« aus dem Spätwerk von Max Frisch ist schlicht und abgründig zugleich, von großer formaler Eleganz, erzähltechnisch ein Meisterwerk. Es lässt sich auf mehreren Ebenen deuten, als Parabel auf das Altern ebenso wie auf eine existenzielle menschliche Einsamkeit.
Dr. Herrad Schenk (Schriftstellerin/Sozialpsychologin, Pfaffenweiler)
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Veanstaltungsnummer 125



